Breadcrumbs


Suchen



Wer ist online


Aktuell sind 5 Gäste und keine Mitglieder online


Besucherzähler


122427
TodayToday220
YesterdayYesterday243
This WeekThis Week1277
This MonthThis Month1277
All DaysAll Days122427


Familienhund Buddy

 

 

   

Buddy ist ein Bolonka-Zwetna-Rüde. Er ist 10 Jahre alt und seit 9 1/2 Jahren bei uns. Buddy ist ein fröhlicher kleiner Hund, der uns oft durch sein zufriedenes Grinsen dokumentiert, wie glücklich er ist. Er ist super lieb. Und unser Buddy hat eine ganz große Leidenschaft: Gassi gehen, solange wie möglich, soweit ihn seine kleinen Beinchen tragen, pro Tag fünf Stunden sind ganz o.k. ...

 
Nur, unser Kleiner kann oft nicht so, wie er gern möchte. Denn, er leidet mittlerweile bereits an drei mehr oder weniger schwerwiegenden Erkrankungen.

 

Die Spondylose brach bereits im jungen Alter von drei Jahren aus. Spondylose ist eine degenerative Skeletterkrankung. Die elastischen Bänder und Zwischenwirbelscheiben werden abgebaut. Der Körper versucht diesen Prozess durch die Bildung von Spondylophyten, das sind knöcherne Zubildungen an den Wirbelkörpern, auszugleichen. Die Spondylophyten sind starre Verbindungen zweier Wirbel. Sie sehen aus wie kleine Brücken und nehmen der Wirbelsäule die Elastizität. Bei einem Spondyloseschub nun kann es zum Bandscheibenvorfall kommen. Wie beim Menschen reicht eine falsche Bewegung, um einen solchen Schub auszulösen. Man kann sich unschwer vorstellen, wie schmerzhaft der Prozess auch für einen kleinen Hund sein muss. Die Krankheit kann sogar zu Lähmungen führen, wenn das Rückenmark durch die Knochenwucherungen verletzt wird. Der Verschleiß der elastischen Teile kann genetische Ursachen haben. Man macht aber auch äußere Einflüsse, wie zu frühe Belastung im Welpenalter, verantwortlich. Anfangs traten die Schübe bei Buddy im etwa sechsmonatigen Abstand auf, dann hat sich der Zeitraum auf einen dramatischen Zwei-Wochen-Rhythmus verkürzt. Der Kleine kann in einem solchen Zustand urplötzlich nicht mehr stehen oder gar laufen, als würden die Hinterbeinchen versagen. Er muss dann, falls unterwegs, nach Hause getragen werden. Dort erfolgt schnellstmöglich die Medikamentengabe (zuletzt Metacam susp.). Die Medikation muss mindestens weitere sechs Tage beibehalten werden. Erst nach der verabreichten Dosis entspannt sich die Situation ganz allmählich. Beim Tierarzt erhält Buddy meist noch zwei Injektionen - ein schmerz- und ein entzündungshemmendes Mittel. Dabei ist der Kleine so tapfer. Nur das starke Zittern der Hinterbeinchen verrät uns seine noch vorhandenen starken Schmerzen.  

 

Wir waren uns einig: So kann es nicht weitergehen. Wir müssen irgendetwas tun, um dem kleinen Kerl die Schmerzen zu nehmen. Zunächst vereinbarten wir in Absprache mit unserer Haustierärztin einen CT-Termin in der Fachtierarztpraxis Am Erzberg in Braunschweig. Am 31.08.2010 wurde unser kleiner Patient narkotisiert in die Röhre geschoben. Zwischen dem 5. und 6. Lendenwirbel ist deutlich die Spondylose zu erkennen (s. unten, li. Bild).

  Aufnahme von Lendenwirbelsäule und Kopf unseres Buddy

Veröffentlichung der CT-Bilder mit freundlicher Genehmigung durch die Fachtierarztpraxis Am Erzberg, Dr. Stephan Kaiser Erzberg 22 38126 Braunschweig Web: http://www.fachtierarztpraxis-erzberg.de

 
Dennoch gab es keine Hinweise auf eine Einengung des Rückenmarks. Auch bei der Untersuchung des Kopfes waren keine Anomalien erkennbar. Ein für uns unerwartet guter Befund, keine OP erforderlich, sehr schön! Aber was steckt hinter diesen Anfällen? Da eine Fehlfunktion derzeit nicht beschrieben werden kann, ist auch eine von uns in Erwägung gezogenen Goldakupunktur nicht anwendbar.   Es bleibt momentan nur die Hoffnung auf die Eingrenzung der Diagnose nach der Filmung eines solchen Anfalls durch unsere Familie.

 

Fast 13 Monate später war es dann Gewissheit, Buddy leidet unter Epilepsie, also momentan keine Bandscheibenvorfälle, sondern "Gewitter" im Kopf sind die Ursache für seine schon jahrelangen beängstigenden Anfälle. Seit November 2011 ist er auf den Wirkstoff Phenobarbital eingestellt und bisher weitgehend auch anfallsfrei.

 

Von einer weiteren, schwer zu beherrschenden Erkrankung erfuhren wir im Mai 2010. Unser Buddy hat Blasensteine und zudem noch eine stark vergrößerte Prostata, die die Harnröhre einengt und den Abgang der Steine erschwert. Die Folge ist, mäßiger bis starker Abgang von Blut im Urin.  Um eine Verkleinerung der Prostata zu erreichen, erhielt er schon mehrere Hormonspritzen, die jeweils 6 Monate Wirkung versprachen und dennoch wirkungslos blieben. Ebenso waren die Laborbefunde immer wieder positiv: Tripelphosphatkristalle im Urinsediment. Auch im Ultraschall ist der Grieß nach fast zwei Jahren noch deutlich sichtbar. Nur über das Futter hat man überhaupt eine Chance, das Problem in den Griff zu bekommen. Obwohl er das angesäuerte Futter nicht besonders mag, bekommt er es täglich, vier verschiedene Sorten Nass- und Trockenfutter im Wechsel und dazu noch zweimal tgl. Uro-Pet, eine Paste, die ebenfalls zur Auflösung der Steine beitragen soll. Dennoch ist keine Besserung nachweisbar. Jetzt ist es an der Zeit, über eine chemische Kastration (Hormonchip) nachzudenken, um auf diese Weise zunächst eine Verkleinerung der Prostata zu erreichen.

 

Mehr über Buddy gibt's auf seiner Hunde-Hompage zu erfahren http://www.buddy-boy.de.

 

 


hostgator coupon